Erlangen sichtbar – unsichtbar

17 ebenerdig in den Boden eingelassene Edel­stahl­platten vom Zentrum der Altstadt bis hinaus in die „Oststadt“ markieren unter dem Titel „Erlangen sichtbar – unsichtbar“ Gebäude und Denkmäler Erlangens aus der Zeit des Kaiserreichs.

Wer weiß schon, dass in der Elfenbein­kamm­fabrik Bücking die erste Dampfmaschine Erlangens stand? Welche Geschichte verbirgt sich hinter dem Ansbacher Haus, dem Onoldenschlösschen?  Welche Spuren zeugen heute noch von der Konsum­genossen­schaft am Bohlen­platz? Und was hat es mit dem Gefal­le­nen­denk­mal im Hof der ehe­maligen Artillerie­kaserne auf sich?

Diese und 13 weitere Stationen erschließen jeweils einen besonderen Aspekt der neueren Stadt­geschichte. Zusammen gesehen ergeben sie ein facetten­reiches Bild Erlangens im Kaiser­reich, das die innere Dynamik und Wider­sprüch­lich­keit dieser Epoche deutlich werden lässt.

Edelstahlplatte zum Projekt »Erlangen sichtbar – unsichtbar«

Das Deutsche Kaiserreich war eine Zeit der beschleu­nigten Indus­tria­li­sie­rung, der wachsenden sozialen Gegen­sätze und des zuneh­menden Nationa­lismus und Milita­ris­mus. In Erlangen kam es zwischen der Reichs­gründung 1870/71 und dem Kriegs­beginn 1914 zu einer Ver­doppe­lung der Ein­wohner­zahlen auf etwa 25.000 Ein­wohner. Neue Fabriken wurden ge­grün­det, die Uni­ver­si­tät bezog pracht­volle Wissen­schafts­paläste, das erste rote Arbeiter­viertel entstand, und am öst­lichen Stadt­rand wurden neue Kasernen für zwei Regi­menter errichtet. Die Epoche endete im Ersten Welt­krieg mit dem militä­ri­schen Zusammen­bruch und der November­revolution 1918.

Versehen mit einem kurzen Text, einem QR-Code und der Webadresse www.er1900.de bieten die 17 Stationen eine Fülle von Infor­ma­tio­nen, Inter­pre­ta­tio­nen und histo­ri­schen Bildern, die direkt vor Ort via Smart­phone oder vom heimischen PC aus abgerufen werden können. Die hinter­legte Stadt­karte erlaubt ein rasches Navi­gieren zu weiteren Stationen.

Beginnen Sie Ihren eigenen Stadt­rund­gang dort, wo es Ihnen gefällt.

Das Projekt „Erlangen sichtbar – unsichtbar“ wäre ohne die Förderung durch einen Sponsor nicht möglich gewesen. Wir danken der Fa. REHAU für die freundliche Unterstützung.